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PowerVet Geflügeltagung 2026 bei HIPRA in Spanien

PowerVet Geflügeltagung 2026: Fachlicher Austausch und spannende Einblicke bei HIPRA in Spanien

Von 11. bis 14. Juni 2026 reiste PowerVet gemeinsam mit Tierärztinnen und Tierärzten aus der österreichischen Geflügelbranche nach Spanien. Im Mittelpunkt der Geflügeltagung 2026 stand der Besuch unseres langjährigen Partners HIPRA mit seinem Headquarter in der Nähe von Girona.

Nach der gemeinsamen Anreise von Wien nach Barcelona begann die Reise mit einem Abendessen im Hotel – eine erste Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre kennenzulernen und über aktuelle Themen aus der Geflügelpraxis auszutauschen.

Ein Blick hinter die Kulissen von HIPRA

Am Freitag führte die Reisegruppe nach Girona, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das HIPRA-Headquarter besuchten. Bei einer umfassenden Führung erhielten sie Einblicke in unterschiedliche Unternehmensbereiche – von den Büroräumlichkeiten über die Produktion bis hin zu Forschung und Entwicklung.

Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie moderne Forschung, technologische Entwicklung und hohe Qualitätsstandards bei der Herstellung veterinärmedizinischer Produkte ineinandergreifen. Gleichzeitig bot sich die Möglichkeit, mit den Fachleuten von HIPRA direkt ins Gespräch zu kommen und konkrete Fragestellungen aus der täglichen tierärztlichen Betreuung von Geflügelbeständen zu diskutieren.

Aktuelle Herausforderungen in der Geflügelgesundheit

Ein fachlicher Schwerpunkt beschäftigte sich mit dem aviären Metapneumovirus, kurz aMPV. Das Virus kann bei Hühnern, Broilern und Puten Atemwegserkrankungen verursachen und ist unter anderem mit dem „Swollen Head Syndrome“ sowie der Turkey Rhinotracheitis verbunden. Die Übertragung kann sowohl durch direkten Kontakt als auch indirekt über Aerosole erfolgen. Zielgewebe sind insbesondere das Flimmerepithel der Luftröhre und des Legedarms.

Im Rahmen der Präsentation wurde auch das Impfkonzept rund um RESPIVAC® aMPV vorgestellt. Dabei standen unter anderem der Impfschutz gegen den aMPV-Subtyp B, verschiedene Anwendungsmöglichkeiten sowie der Einsatz in unterschiedlichen Produktionsphasen im Mittelpunkt. Laut den vorgestellten Unterlagen kann der Impfstoff ab dem ersten Lebenstag eingesetzt werden und je nach Impfschema über Spray beziehungsweise Trinkwasser verabreicht werden. Auch die Anwendung während der Legeperiode wurde thematisiert.

Neue Ansätze zur Prävention der Kokzidiose

Ein weiterer Schwerpunkt war die Prävention der aviären Kokzidiose. Besonders intensiv wurde die zunehmende beziehungsweise verringerte Empfindlichkeit von Eimeria-Stämmen gegenüber Antikokzidien behandelt.

Die Präsentation verdeutlichte, dass sich Resistenzen je nach Wirkstoffgruppe unterschiedlich entwickeln können. Bei chemischen Kokzidiostatika kann die Resistenzentwicklung rasch erfolgen, weshalb diese laut Vortrag nur über begrenzte Zeiträume eingesetzt werden sollten. Bei Ionophoren verläuft die Entwicklung einer verminderten Empfindlichkeit langsamer, wobei Kreuzresistenzen innerhalb derselben Wirkstoffklasse möglich sind.

Als wichtiger Bestandteil eines langfristigen Kokzidiosemanagements wurde die gezielte Rotation von Kokzidiostatika und Impfstoffen diskutiert. Durch die Einbringung empfindlicher Impfstämme kann eine Impfung dazu beitragen, den Anteil resistenter Feldstämme zu reduzieren und die Empfindlichkeit gegenüber Antikokzidien wieder zu verbessern.

Die Vorträge machten deutlich, dass erfolgreiche Präventionsprogramme nicht nach einem starren Schema gestaltet werden können. Entscheidend sind die jeweilige Betriebssituation, vorhandene Befunde, die Entwicklung der Tiergesundheit und Leistung sowie eine kontinuierliche fachliche Begleitung.

Fachwissen, Austausch und persönliche Begegnungen

Nach vier abwechslungsreichen Tagen kehrte die Gruppe mit zahlreichen neuen Eindrücken, aktuellen fachlichen Informationen und wertvollen Impulsen für die Geflügelpraxis nach Österreich zurück.

Wir bedanken uns herzlich bei allen teilnehmenden Tierärztinnen und Tierärzten sowie bei unserem Partner HIPRA für die Gastfreundschaft, die interessanten Einblicke und den offenen fachlichen Austausch.

PowerVet – Tiergesundheit braucht mehr als die Summe ihrer Teile.
2026-07-14 00:00